2. Was erstattet die Zahnzusatzversicherung bei Implantaten?
Die Eigenanteile von über 1.200 Euro zeigen, warum viele Patienten eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Doch wie funktioniert die Erstattung genau? Die Versicherung übernimmt den Eigenanteil, der nach dem Kassenzuschuss übrig bleibt, ganz oder teilweise, je nach Tarif. Bei einem 100-Prozent-Tarif sinkt der Eigenanteil nach der Staffelauflösung auf null.
So rechnet die Versicherung ab
Die meisten Tarife erstatten zwischen 75 und 100 Prozent des Eigenanteils. Bei einem 100-Prozent-Tarif übernimmt die Versicherung die gesamten Restkosten nach dem Kassenzuschuss. Bei einem 75-Prozent-Tarif bleibt ein Viertel des Eigenanteils beim Patienten. Der Unterschied klingt klein, macht bei einem Implantat aber schnell mehrere hundert Euro aus.
Ein konkretes Rechenbeispiel zeigt, wie sich die Erstattung in der Praxis auswirkt.
Wichtig dabei: In den ersten Versicherungsjahren greift die Leistungsstaffel, die die maximale Erstattung begrenzt. Ein Implantat für 2.200 Euro übersteigt bei vielen Tarifen die Staffelgrenze im ersten Jahr. Nach drei bis vier Jahren ist die Staffel bei den meisten Top-Tarifen aufgelöst, und Sie erhalten die volle Erstattung ohne Obergrenze. Das bedeutet: Wer rechtzeitig abschließt, zahlt am Ende nur den monatlichen Versicherungsbeitrag.
Der Unterschied zwischen einem 75-Prozent-Tarif und einem 100-Prozent-Tarif wird bei höheren Beträgen besonders deutlich. Bei einem Eigenanteil von 1.861 Euro (Implantat mit Knochenaufbau) erstattet ein 75-Prozent-Tarif rund 1.396 Euro, es bleiben 465 Euro bei Ihnen. Ein 100-Prozent-Tarif übernimmt den gesamten Betrag.
Knochenaufbau: Wo sich Tarife deutlich unterscheiden
Nicht jeder Tarif erstattet den Knochenaufbau automatisch. Da die Krankenkasse Knochenaufbau-Kosten komplett ausschließt, ist eine Zahnzusatzversicherung mit Knochenaufbau-Erstattung besonders wertvoll. Die Unterschiede zwischen den Tarifen sind hier erheblich, und bei Kosten von bis zu 1.400 Euro finanziell relevant.
Die gängigsten Methoden des Knochenaufbaus und ihre Kosten im Überblick.
Bei einem externen Sinuslift kommen schnell über 1.000 Euro Zusatzkosten zusammen. Vier der fünf verglichenen Top-Tarife erstatten Knochenaufbau zu 100 Prozent: Allianz Mein Zahnschutz 100, Concordia ZAHN SORGLOS 100, DFV Zahnschutz Exklusiv 100 und Württembergische ZahnSchutz Premium 100. Die Bayerische ZAHN Smart + Sofort erstattet Knochenaufbau dagegen nur zu 75 Prozent.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Wirkung: Bei einem Implantat mit Sinuslift und DVT-Diagnostik betragen die Gesamtkosten rund 2.850 Euro. Nach dem Kassenzuschuss von 989 Euro bleiben 1.861 Euro Eigenanteil. Ein 100-Prozent-Tarif mit Knochenaufbau-Erstattung reduziert diesen Betrag nach der Staffelauflösung auf null. Sie sparen fast 1.900 Euro gegenüber der Behandlung ohne Versicherung. Umfassende Informationen zu Implantaten und allen Aspekten der Behandlung finden Sie in unserem Ratgeber
Zahnimplantat: Der komplette Ratgeber 2026
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Wer weiß, dass ein Knochenaufbau wahrscheinlich nötig sein wird, etwa weil der Zahnarzt bereits einen Knochenschwund festgestellt hat, sollte bei der Tarifwahl gezielt darauf achten, dass eine Zahnzusatzversicherung mit Knochenaufbau gewählt wird, bei der Sinuslift und Knochentransplantat im Leistungsumfang enthalten sind. Die Kostenersparnis kann allein beim Knochenaufbau mehrere hundert Euro betragen.
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Bis zu 1.900 Euro bei Implantat mit Knochenaufbau sparen
Vier der fünf Top-Tarife erstatten Knochenaufbau vollständig. Finden Sie jetzt den passenden Tarif, der auch Sinuslift und Knochentransplantat übernimmt.
Tarife mit Knochenaufbau
Quellen:
ECDI
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KZBV